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Freitag, 21. Dezember 2018

Im Palasia in Obertraubling

Ich koche ja selbst leidenschaftlich gerne, aber manchmal beschleicht mich eine schwer begreifliche Unlust, mich an den Herd zu stellen.

So neulich an einem trüben Sonntagmorgen. Ich habe eine gute Freundin zum Sonntagmittagessen bei mir eingeladen, doch alleine der Gedanke, mich jetzt in die Küche begeben zu sollen, um auch nur unwesentlich mehr als einen griechischen Mokka zu kochen, stimmt mich missmutig.

Heute ist mir danach, ein wenig  Abenteuer in mein Leben zurückzuholen! Nein, noch bin ich ADAC-Mitglied, aber da ich neulich wieder einmal bei meinem Favoriten Ogawa in Regensburg gegessen habe und mir eingefallen ist, dass ich von allen Buffet-Asiaten im Raum Regensburg nur das Palasia in Obertraubling noch nicht getestet habe, greife ich zum Telephon und informiere meinen Gast: Heute bleibt die Küche kalt, heut geh'n wir - nein, nicht in den Wienerwald!
von Robert Bock

Freitag, 13. April 2018

Notizbuchgekritzel: Ogawa, Regensburg

Foto: August 2017
Heute Abend im Ogawa gewesen ... Keine Kamera dabei, von daher keine Bilder und ex ante eigentlich kein Ansinnen über diesen Lokalbesuch auch nur eine Zeile zu formulieren ...

Letztmals war ich hier im August 2017, damals fiel die Kritik eher ernüchternd aus: das Ogawa hatte mich enttäuscht und damals deutlich an Niveau eingebüßt ...

Heute: Gemessen an der Erwartungshaltung die man bei einem Buffet-Asiaten maximal ansetzen darf, eine blitzsaubere, teils hervorragende Performance. Großes Angebot an Speisen, wie gehabt. Nun gibt es aber z.B. wieder ordentlich gemachte Dim Sum in drei Varianten. Die Sesambällchen hervorragend, in ihrer Konsistenz der Füllung an türkisches Lukum erinnernd, wenn da nicht diese ausgeprägte wundervoll nussige Sesamnote nebst Crunch gewesen wäre. Die besten Sesambällchen, die ich je gegessen habe, waren Bestandteil eines üppigen Dessertangebotes. Die kleinen und großen Kinder erfreuten sich vor allem des Schokoladenbrunnens: Bananenstück aufspießen, drunterhalten, ihr habt verstanden, worum es geht ... Leider in der Dessertabteilung sehr, sehr viel Convenience-Zeug - das Eis schlimm, aber was willst du für 16,80 EUR A-Y-C-E erwarten?! - aber zu meinem Glück auch allerhand frisches Obst.
von Robert Bock

Freitag, 2. Februar 2018

Im besten Restaurant Regensburgs

Wie man sich doch täuschen kann: Weder Anton Schmaus' Storstad, noch Franziska Kraus' Gänsbauer, noch Roter Hahn, noch Mirabelle oder Silberne Gans sind die besten Restaurants Regensburgs 2017 gewesen. Wie fiel ich bloß dieser irrigen Annahme anheim ..?

Kommt das davon, wenn man seine Nase zu tief in den Guide Michelin und den Gault&Millau steckt? Hätte ich doch bloß die in Wahrheit einzig relevante Quelle in Fragen kulinarischen Geschmacks konsultiert ...

Nein, nicht den Falstaff, der die Arberhütte (tatsächlich!) mit 84 von 100 möglichen Punkten vor dem Bischofshof (82) vorne sieht. Nein, die anspruchsvolle Kundschaft von lieferando.de hat, von göttlicher Vorsehung geleitet, anders entschieden: Bronze geht ans Rimini, Silber an die Twins und Gold  ... {Trommelwirbel} ... geht an ... Ashai Running Sushi in der Theodor-Storm-Straße 18 in Regensburg.
von Robert Bock

Dienstag, 15. August 2017

Gawa, o gawa ...

Den ein oder anderen Buffet-Asiaten im Raum Regensburg habe ich in der Vergangenheit bereits besprochen - einen jedoch noch nicht, obwohl ich in der Vergangenheit bereits recht oft zu Gast war. Weshalb nicht?

Weil mich die eigennützige Sorge umtrieb, die übliche Melange aus Mitbürgern mit osteuropäischem bis zentralasiatischen Migrationshintergrund in Adiletten, Goldkettchen und Muscle-Shirts, aus Spezi-Trinkern und eingeborenen, vom Gefühl des Zukurzgekommenseins getriebenen Buffetheuschrecken fiele dort ein und werde mir den Aufenthalt verdüstern ... Seit mindestens zwei Jahren bin ich mittlerweile nicht mehr in diesem Lokal gewesen - Zeit, das zu ändern und nach dem Rechten zu schauen.

Vom Ogawa in Regensburg ist die Rede. In der Schergenbreite 1, unmittelbar am Gewerbepark im Nordosten der Stadt gelegen, zählt es zu den etablierten Restaurants seiner Art. Einst hat man als reines Sushi-Lokal begonnen, heute verspricht man dem Gast "Sushi & Mehr". Das läuft faktisch auf die gewohnte Palette aus Sushi-Variationen, frittierten oder im Wok zubereiteten Speisen sowie "Mongolisches Buffet" hinaus. Ergänzt um Suppe, Salate und Nachspeisen würde man platzen, goutierte man von allem, wirklich allem, auch bloß ein Häppchen.
von Robert Bock

Montag, 12. Oktober 2015

Madame entdeckt die Langsamkeit: Im Nagaya in Düsseldorf



Zum ersten Mal führt mich eine Geschäftsreise nach Düsseldorf. In einer Reportage vor langer Zeit habe ich erfahren, dass dort viele Japaner leben und das Stadtbild prägen: Läden, Unternehmen, Restaurants… Und so entschied ich mich die Gelegenheit zu nutzen eine gute japanische Küche zu genießen und ein paar Wörter Japanisch zu sprechen.

Doch wohin? Das Internet spuckt eine Reihe von Tipps und alle sagen mir nichts… Die Wahl fiel auf Nagaya in der Klosterstraße 42, zentral im Düsseldorfer Japantown auch "Nippon am Rhein" genannt. Das Nagaya ist laut deren Facebook-Seite dekoriert mit einem Stern im Guide Michelin und 16-Gault-Millau-Punkten. 

Ein sehr freundlicher Herr nahm meine telephonische Reservierung entgegen und meine Vorfreude auf den Abend stieg.

Begrüßt wurde ich vor Ort von einem aufmerksamen, freundlichen Herrn, der mir aus dem Mantel geholfen und ihn zur Garderobe gebracht hat. Danach begleitete mich der Ober zum Tisch. Der erste Eindruck vom Interieur ist positiv: schlicht, klare Farben, ein wenig Bambus, ein Bild an der Wand ...
von "Madame"