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Freitag, 21. Dezember 2018

Im Palasia in Obertraubling

Ich koche ja selbst leidenschaftlich gerne, aber manchmal beschleicht mich eine schwer begreifliche Unlust, mich an den Herd zu stellen.

So neulich an einem trüben Sonntagmorgen. Ich habe eine gute Freundin zum Sonntagmittagessen bei mir eingeladen, doch alleine der Gedanke, mich jetzt in die Küche begeben zu sollen, um auch nur unwesentlich mehr als einen griechischen Mokka zu kochen, stimmt mich missmutig.

Heute ist mir danach, ein wenig  Abenteuer in mein Leben zurückzuholen! Nein, noch bin ich ADAC-Mitglied, aber da ich neulich wieder einmal bei meinem Favoriten Ogawa in Regensburg gegessen habe und mir eingefallen ist, dass ich von allen Buffet-Asiaten im Raum Regensburg nur das Palasia in Obertraubling noch nicht getestet habe, greife ich zum Telephon und informiere meinen Gast: Heute bleibt die Küche kalt, heut geh'n wir - nein, nicht in den Wienerwald!
von Robert Bock

Samstag, 17. November 2018

Das wahrscheinlich beste Schäufala der Welt

Trifft es sich, dass ich zur passenden Zeit an Würzburg vorbeifahre, verlasse ich die Autobahn an der Anschlussstelle Kitzingen-Schwarzach und mache Station im Gasthof zum Stern in Sulzfeld.

Jeder Umweg lohnt sich, denn die Küche des Stern zählt für mich persönlich zur absoluten Spitzenklasse in der Kategorie "traditionelle fränkische Landgasthofküche".

Abgesehen davon mag ich das mittelalterliche Städtchen sehr gerne und wer noch nie in Sulzfeld war, sollte sich wenigstens eine halbe Stunde Zeit nehmen, die engen Gässchen innerhalb der uralten Stadtmauern per pedes zu erkunden.
von Robert Bock

Freitag, 24. August 2018

Rainer.Wein


Wenn es in Deutschland Weine gibt, die mich Flasche um Flasche flashen, dann sind es die Weine von Rainer Zang aus Nordheim am Main.

Rainer ist mein unangefochtener primus inter pares unter den "Müller-Thurgau-Maniacs" und ich darf sagen, dass sich - seit er mir vor rund eineinhalb Jahren ein Probierpaket mit drei seiner Müller zugeschickt und ich über sein Weingut und seine Weine geschrieben habe - eine Freundschaft zwischen uns entwickelt hat.

Es blieb nach dem fulminanten Flash dieser drei Müller-Flaschen nicht aus, dass ich sein Weingut im Sommer letzten Jahres einfach besuchen musste, im März diesen Jahres trafen wir uns auf dem großartigen AromiA-Festival in Würzburg wieder und jetzt war ich erneut auf Stipvisite an der Mainschleife.
von Robert Bock

Mittwoch, 6. Juni 2018

Verkostungsnotiz: 2017er Stairs'n'Roses Next Generation QbA

2017er Stairs'n'Roses Next Generation QbA | Cabernet blanc - Cal 6-04 | Julia Molitor-Justen & Dr. Daniel Molitor | Kinheim-Kindel | Mosel

Alc. 12% | 0,75L | Schraubverschluss | 8,00 €


Den beiden Müller-Thurgau-Maniacs Julia und Daniel wurde ein Sohn geboren. Julius heißt der Kleine, dessen Fußabdruck das Frontetikett ziert, und er stellt die nächste Generation dar, die dem Wein den Namen gibt.

Aber nicht nur, denn der Wein besteht aus den ersten Trauben des "Wild&Strong-Weinbergs" des Winzerehepaares von der Mosel: Wild = anti-autoritärer Minimalschnitt, Strong = pilzwiderstandsfähige Rebsorten der nächsten Generation: Cabernet blanc und Cal 6-04.

Ich hatte Gelegenheit diesen symbolbeladenen Tropfen zu probieren - hier meine Verkostungsnotiz:
von Robert Bock ...

Sonntag, 27. Mai 2018

Verkostungsnotiz: 2015er Riesling Spätlese trocken | Ipsheimer Burg Hoheneck | "Weingut an der Steige" Armin Düll | Ipsheim | Franken


12,0% | RZ 6,5g/L | S 6,6 g/L | 6,50 EUR/0,75L

Ipsheim liegt südwestlich von Neustadt a.d. Aisch, also nicht in Unterfranken, sondern in Mittelfranken, nicht direkt am Main, sondern im südöstlichen Bereich des Steigerwaldes.

Die Gegend wirkt verschlafen und das, obwohl die Weine dort durchaus einen zweiten und dritten Blick wert sind. So auch die trockene 2015er Riesling-Spätlese von Armin Düll, Weingut an der Steige im Ortsteil Mailheim.

Hier meine Verkostungsnotiz:


Im Glas (Spiegelau Authentis Weißweinkelch): Hellgelb mit goldenen Reflexen.
Nase: Apfel, Aprikosen, Kräuter, Honig (dezent)
Zunge&Gaumen: Knackige Säure, gut balanciert mit der Frucht, angenehme, feinporige Mineralität, feinperliges Moussieren, Kräuter, Zitrusfrüchte (Grapefruit), Granny Smith-Apfel, Aprikosen.

Fazit: ...
von Robert Bock

Mittwoch, 23. Mai 2018

Verkostungsnotiz: 2017er Weißburgunder Classic QbA | Weingut Viermorgenhof | Reinhard Molitor | Kinheim | Mosel

2017er Weißburgunder Classic QbA | Weingut Viermorgenhof | ReinhardMolitor | Kinheim | Mosel | 12,5 % Alc

0,75L | Schraubverschluss


Mein persönlich erster Weißburgunder von der Mosel, die ja in erster Linie für ihre Rieslinge berühmt ist und geschätzt wird.

Der Vater von Dr. Daniel Molitor, zusammen mit seiner Frau Julia Träger des Ehrentitels "Müller-Thurgau-Manic", zeichnet verantwortlich für diesen Wein.

Meine Verkostungsnotizen:


Im Glas (Spiegelau Bordeauxkelch Authentis): Hellgelb, grüne Reflexe, extraktreich, dicht.

Nase: Birne, Banane, Ananas, florale Noten - sehr duftig und facettenreich.

Zunge&Gaumen: Zitrusfrüchte, süße Grapefruit, Reineclode, Stachelbeere, ungeschälte Mandeln,| saftig, langer Abgang mit Noten gelben Apfels im Nachhall.

Fazit ...
von Robert Bock

Montag, 21. Mai 2018

Verkostungsnotiz: Frau Müller aus Schweinfurt

Frau Müller | 2017er Müller-Thurgau feinfruchtig QbA | Weingut Dahms | Schweinfurt-Sennfeld | Franken 

Jürgen und Alexander Dahms haben erneut zugeschlagen. Die beiden Müller-Thurgau-Maniacs haben einen feinfruchtigen Müller-Thurgau aufgelegt. In einer schicken dunkelgelben Roy-Lichtenstein-Etikettierung, hört er, in schwungvollem Schiftzug gesetzt, auf den Namen Frau Müller.

Mir wurde die Freude und Ehre zuteil Frau Müller zu verkosten. Hier meine Notizen:

Im Glas (Spiegelau Authentis Weißweinkelch): Hellgelb mit grünen Reflexen.

Nase: Gelber Apfel, Aprikosen, kandierte Ananas, Honig (dezent) / opulent und wuchtig ohne zu übertreiben.

Zunge&Gaumen: Knackige, frische Säure; gut balanciert mit an der Zungenspitze charmanten Frucht, die gegen den Gaumen zu ins grün-grasig-kräutrige tendiert. Feinporige Mineralität, feinperliges Moussieren, Kräuter, Zitrusfrüchte (Grapefruit), Granny Smith-Apfel, Aprikosen, Weiße Gummibärchen, Eisbonbon (Scheurebe-Anteil?).

Fazit: ...
von Robert Bock

Montag, 30. April 2018

Müller-Thurgau-Maniacs (XVI): Julia Glaser | Weingut Glaser-Himmelstoss | Dettelbach und Nordheim am Main | Franken

In Mainfranken scheinen überdurchschnittlich viele Winzerinnen und Winzer ihren Müller-Thurgau zu lieben, auch wenn sie ihn Rivaner nennen. Wer einen Blick auf die Liste meiner Ehrentitelträger wirft, versteht, was ich meine: 8 von 15 Winzerinnen und Winzern sind in Franken beheimatet.

Mit dem Weingut Glaser-Himmelstoss aus Dettelbach und Nordheim am Main findet das erste V.D.P.-Weingut Eingang in die Liste der "Müller-Thurgau-Verrückten".

Konkret in Person der "Juniorchefin" Julia Glaser, die, nach Abschluss ihrer Winzerausbildung vor zwei Jahren und ihrem Studium von Weinbau und Önologie in Neustadt an der Weinstraße, in das Familienweingut, das sie selbst als "Drei-Generationen-Weingut" bezeichnet, heimgekehrt ist, um dort Verantwortung für Gegenwart und Zukunft des Betriebes zu übernehmen.

"Altbewährtes erhalten und Neues zulassen", schreibt mir Julia Glaser. Nach dem Motto, was gut sei, bleibt, halte man an Traditionen fest, man sei sich aber für spannende Neuerungen nicht zu schade. Und wer weiß, vielleicht werde aus etwas, was im Kleinem anfange, ja irgendwann ein bewährter Bestandteil ihres Tuns ...
von Robert Bock

Samstag, 24. Februar 2018

Müller-Thurgau-Maniacs (XV): Guido Walter und Jürgen Hofmann | Fritz Müller | Appenheim | Rheinhessen

Man muss wohl auf besondere Art durchgeknallt sein, um mit Müller-Thurgau-Weinen das anzustellen, was Guido Walter und Jürgen Hofmann mit den Trauben der Müller-Thurgau-Rebe tun.

Aber wenn MTH knallen soll, respektive der Korken, wenn man ihn aus seinem gläsernen Gefängnis befreit, dann funktioniert das nicht anders: Die beiden frisch gekürten Müller-Thurgau-Manaics produzieren unter der Marke Fritz Müller Schaumweine aus dem Rebensaft, den leider viel zu viele Winzer und Weintrinker links liegen lassen.

Winzer Jürgen Hofmann (rechts) aus dem rheinhessischen Appenheim und Weinhändler Guido Walter (links) aus München gebührt unser besonderer Respekt für ihre ökonomisch mutige wie oenologisch kreative Leistung, die Züchtung des alten Friedrich Müller aus Thurgau in der Schweiz in neuem Glanz schimmern zu lassen. Man muss den MTH schon in besonderer Weise lieben, um sich ihm so zu nähern wie die beiden.
von Robert Bock

Mittwoch, 30. August 2017

Verkostungsnotiz: 2016er "Sweet Child" Riesling Kabinett | Stairs n' Roses | Kinheim-Kindel | Mosel

2016er "Sweet Child" Riesling Kabinett | Stairs n' Roses | Kinheim-Kindel | Mosel | 8 % Alc

Die erste Frucht des ersten gemeinsamen Weinberges der beiden Müller-Thurgau-Maniacs Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor aus Kinheim an der Mittelmosel.


Im Glas (Gabriel): Goldgelb,dicht, ölig
Nase: eingekochte Birne, Apfel, Kalk
Zunge&Gaumen: Honigmelone, Naktarine, Nashi-Birne | zart mineralisch | cremig | süß

Fazit ...
von Robert Bock

Mittwoch, 19. Juli 2017

Müller-Thurgau-Maniacs (XIV): Jürgen und Alexander Dahms | Weingut Dahms | Schweinfurt | Franken


Wenn über dem Maindreieck allmorgendlich die Sonne aufgeht , dann zuallererst in Schweinfurt.

Am nordlichen Zipfel des östlichen Schenkels des Dreiecks, das sich über den unteren Scheitelpunkt bei Marktbreit und Segnitz bis Gemünden im Nordwesten spannt, bauen Jürgen (rechts im Bild) und Alex Dahms (links) in nunmehr dritter Generation Wein an.

Sie legten Wert auf den Erhalt des natürlichen Charakters, den das jeweilige Terroir den Weinen mit auf den Weg gebe, den schonenden Umgang mit der Pflanze und der Umwelt sowie ein harmonisches Zusammenspiel von Forschung, Technik und Erfahrung, erfahre ich auf der Website des Weingutes. Tradition und Innovation zu verbinden, sei beider Cousins Anspruch. Bio-Weine und auch vegane Produkte finde ich im Sortiment, man geht mit der Zeit ...

Ich gestehe ein, bislang noch nie einen Wein aus Schweinfurt im Glas gehabt zu haben - zumindest nicht bewußt. Desto größer meine Neugier auf die trockene 2016er Müller-Thurgau Spätlese aus der Lage Schweinfurter Peterstirn, mit der sich Alex und Jürgen um den Ehrentitel "Müller-Thurgau-Manic" bewerben.
von Robert Bock

Mittwoch, 5. Juli 2017

Verkostungsnotiz: 2016er Silvaner trocken | Weingut Hofmann | Ipsheim | Franken / Steigerwald

2016er Silvaner trocken Deutscher Landwein | Weingut Hofmann | Ipsheim | Franken/Steigerwald | 12,0% Alc. | 1 Liter | Schraubverschluß | 5,50 EUR

Leck mich fett, was für ein geiler Liter-Silvaner aus dem mittelfränkischen Niemandsland (gefühlt!) nahe Neustadt a.d. Aisch. Ipsheim heißt das Nest seines Urspungs und ist selbst Freunden des Frankenweines nicht zwingend ein Begriff ...

Ostersonntag war's da habe ich das Weingut Hofmann aus einer spontanen Laune heraus besucht und vor Ort ein Kisterl zum probieren mitgenommen. Der Hausherr war nämlich grad mit seinen Kindern im Aufbruch zu einer Radltour begriffen und hatte - trotz annoncierter sonntäglicher Öffnungszeiten - wohl nicht mit Kundschaft gerechnet. Ich finde das sympathisch, auch wenn ich ungern die Katze im Sack kaufe. In diesem Fall - der Silvaner ist die erste Flasche meines Probesortiments, das ich mir zusammengestellt habe - hat es sich nicht gerächt. Im Gegenteil, ich bin begeistert!

Was sagt die Verkostungsnotiz ...?
von Robert Bock

Montag, 26. Juni 2017

Verkostungsnotiz: 2015er Riesling feinherb QbA | Stairs n' Roses | Kinheim-Kindel | Mosel

2015er Riesling feinherb QbA | Stairs n' Roses | Kinheim-Kindel | Mosel | 11 % Alc

Die beiden Müller-Thurgau-Maniacs Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor legen mit diesem feinherben Mosel-Riesling eine Lagencuvée aus dem Erdener Treppchen (Stairs) und dem Kinheimer Rosenberg (Roses), zweier Lagen der Familien Justen und Molitor an der Mittelmosel vor.

Im Glas (Gabriel): Goldgelb, klar
Nase: Aprikosen, Honig, Minze - sehr oppulent!
Zunge&Gaumen: Aprikosenmarmelade, Pfirsich, kandierte Zitrone, Physalis, Muskat | deutliche Säure, harmonisch mit der Frucht ausbalanciert, dezente mineralische Hintergrundnote | breit, cremig

Fazit ...
von Robert Bock

Sonntag, 18. Juni 2017

Verkostungsnotiz: 2015er Johanniter trocken | Regensburger Landwein | Weinbau Dietl | Wörth-Tiefenthal

2015er Johanniter trocken | Regensburger Landwein | Weinbau Dietl | Wörth-Tiefenthal | Baierweingebiet
13,5% Alc.

Bei der Rebsorte Johanniter handelt es sich eine besonders pilzresistente Kreuzung, die sich gut für frostgefährdete Lagen wie dem Baierweingebiet eignet. Gezüchtet wurde er von Johannes Zimmermann (Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg) mit den Sorten Riesling x (Seyve Villard 12-481 × FREIBURG 153- 39) (= Ruländer x Gutedel). In Deutschland sind rund 60 Hektar mit Johanniter bestockt, das Gros entfällt auf Rheinhessen und Baden.

Karl und Eva Dietl (Tiefenthal 30a / 93086 Wörth /09482 1311) liegen mit ihrem kleinen Weingut am östlichen Rand des heutigen Baierweingebiets. Ihre Weine (Johanniter, Solaris - Pinotin, Regent, Cabertin) und Edelbrände (Tresterbrand, Weinhefebrand) kann man ab Hof und Freitags auf dem Donaustaufer Bauernmarkt am Stand von Frau Dietl kaufen - ich habe dort den Johanniter für 6,00 EUR/0,75L erstanden und nach ordentlicher Kühlung daheim verkostet ...
von Robert Bock

Donnerstag, 15. Juni 2017

Verkostungsnotiz (16): 2015er Struwelpitter | Stairs n' Roses - Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor | Kinheim-Kindel | Mosel

2015er Struwelpitter | Stairs n' Roses - Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor | Kinheim-Kindel | Mosel | 10 % Alc.

Das junge Winzerehepaar Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor bürsten mit Ihrem Projekt so manches, was Tradition im Weinbau an der Mittelmosel angeht, gegen den Strich. Das fängt bei der Komposition und Machart der Weine an,  setzt sich über die Namensgebung fort und endet beim Design der Etiketten. 

Beim "Struwelpitter" handelt es sich um eine Cuvée von Riesling und Müller-Thurgau. Alleine dies scheint nicht alltäglich. Doch Originalität ist das eine. Zur Kunst um der Kunst willen, sollte sie nicht verkommen. Schmecken muss ein Wein, die Wahrheit liegt im Glas ...
von Robert Bock

Sonntag, 11. Juni 2017

Verkostungsnotiz (15): 2016er Müller-Thurgau trocken QbA | Familienweingut Braun | Fahr am Main | Franken

Verkostungsnotiz (15): 2016er Müller-Thurgau trocken QbA | Familienweingut Braun | Fahr am Main | Franken
1 Liter | RZ 6,2g/L | S: 5,8 g/L | 5,00 EUR ab Weingut

Thomas Braun trägt seit 2015 den Ehrentitel Müller-Thurgau Maniac - und er trägt ihn auch mit seinem 2016er Jahrgang weiterhin völlig zurecht.

Alleine für diesen Basiswein seines Weingutes in der trockenen Variante müsste man sich tief vor ihm und seiner Kunst verneigen. Wein wunderbarer Wein in schlichter Aufmachung und zu zivilem Preis.
von Robert Bock

Mittwoch, 7. Juni 2017

Müller-Thurgau-Maniacs (XIII): Lukas Schmidt und die Paradieswein-Winzer aus dem Weinparadies Franken

Diesmal verleihen wir die den Ehrentitel Müller-Thurgau Maniac an 14 Weinbaubetriebe des Weinparadies Franken.

Dieses umfasst sieben Ortschaften, die sich im südlichen Teils des Steigerwaldes, teils auf Unter-, teils auf mittelfränkischem Territorium befinden: Bullenheim, Hüttenheim, Nenzenheim, Ippesheim, Reusch, Seinsheim und Weigenheim.

Um in ihrem gemeinsamen Anbaugebiet näher zusammen zu rücken, haben die beteiligten Weinbaubetriebe der "Weinparadies Franken ArGe" beschlossen einen gemeinsamen Wein anzubieten: den Paradieswein.

Sie hätten sich auch für den für Franken so typischen Silvaner entscheiden können, aber ihre Wahl fiel bewußt auf den Müller-Thurgau. Jeder beteiligte Weinbaubetrieb schätze seinen Müller-Thurgau, jedoch sei es zunehmend schwer diesen zu verkaufen, wurde mir erklärt. Viele Winzer würden deshalb die mit der Müller-Thurgau Rebe bestockte Fläche zurückfahren. Aber Franken ohne Müller-Thurgau? Wie soll das gehen?!
von Robert Bock

Sonntag, 28. Mai 2017

Verkostungsnotiz (14): 2015er Silvaner trocken QbA "Meisterschluck No. 2" | Bullenheimer Paradies | Weingut Frank & Lukas Schmidt | Bullenheim | Franken (Steigerwald)


2015er Silvaner trocken QbA "Meisterschluck No. 2" (Ausbau im kleinen Barrique), Flasche 80/504 | Bullenheimer Paradies | Weingut Frank & Lukas Schmidt | Bullenheim | Franken (Steigerwald)

13,5% Alc. | Hochwertige, schwere  Burgunderflasche mit Schraubverschluß | einzeln nummerierte Flaschen (504 Stück) | 18 EUR / 0,75L

Der junge Winzermeister Lukas Schmidt aus Bullenheim, dem größten Weinbauort Mittelfrankens, präsentiert mit seinem Silvaner "Meisterschluck No. 2" den Premium-Silvaner seines Weingutes, das 11 ha Rebfläche bewirtschaftet und sich auf primär auf Silvaner, Bacchus, Scheurebe, Riesling sowie Domina und Spätburgunder konzentriert. Der Meisterschluck ist Ergebnis konsistenter Strategie: Hochreife, handverlesene Trauben, schonendste Verarbeitung, Reife im 225-Liter Barriquefass aus amerikanische Eiche in Zweitbelegung.
von Robert Bock

Mittwoch, 24. Mai 2017

Müller-Thurgau Maniacs (XII): Julia Molitor-Justen und Dr. Daniel Molitor aus Kinheim-Kindel


Wenn Sprößlinge alteingesessener Winzerfamilien heiraten, erinnert mich das entfernt an die Heiratspolitik des Hochadels vergangener Zeit. Bella gerant alii, tu felix Austria nube an der Mosel?

Nein, die Liebe führte Julia Molitor-Justen und Daniel Molitor zueinander. Sie entstammt dem Meulenhof in Erden, er dem Viermorgenhof in Kinheim-Kindel. Beide Ortschaften trennt nur die Gemeinde Lösnich, die gemeinsame Qualitätsphilosophie verbindet die beiden Traditionsweingüter.

Kinheim zählt rund 800 Einwohner und liegt an der linken Seite der Mittelmosel auf Höhe des Mosel-Flusskilometers 116. Aus der Vogelschau, grob gesagt, etwa auf halber Strecke einer gedachten Linie, die Trier und Koblenz verbindet. Die Gemeinde ist geprägt von Weinbau und Tourismus. Auf circa 120 ha Rebfläche gedeihen Weine in den Einzellagen Rosenberg, Hubertuslay und Römerhang. Alle drei Weinlagen gehören zur Großlage Schwarzlay und zum Bereich Bernkastel des Anbaugebietes Mosel ...
von Robert Bock

Montag, 22. Mai 2017

Verkostungsnotiz (13): 2016er Rotling Kabinett halbtrocken | Weingut von der Tann | Iphofen | Franken

2016er Rotling Kabinett halbtrocken | Weingut von der Tann | Iphofen | Franken
11% Alc. | RZ 17,1g/L | GS 6,5g/L


"Ein Rotling ist ein Wein, der aus einem Verschnitt von roten und weißen Trauben bereitet wird. Diese dürfen beim Verschnitt bereits eingemaischt sein, müssen aber zusammen gekeltert werden.

Er ähnelt farblich dem nur aus roten Trauben gekelterten Roséwein und wird fälschlicherweise oft mit diesem gleichgesetzt. Besonders häufig ist Rotling in den deutschen Weinbaugebieten Württemberg, Baden, Franken und Sachsen sowie den Landweinbaugebieten Regensburg und Bayerischer Bodensee zu finden. Der Rotling hat seinen Ursprung in Sachsen, wo er als Schieler bezeichnet wird, eine lautliche Variante von Schillerwein wegen seiner schillernden Farbe (ursprünglich zu schielen). In Franken wird oft Müller-Thurgau als Weißweinsorte verwendet." (Wikipedia)

Im Glas (Gabriel): Lachsrot, deutliche Schlierenbildung am Kelch
Nase: Erdbeeren, rote Mirabellen
Zunge&Gaumen: Erbeerjoghurt, Apfel, frisch, prickelnd feinperlig moussierend

Fazit ...
von Robert Bock